Beitrag
Beitragsordnung
Erlassen vom Vorstand auf Grundlage des § 9 Abs. 2 der Satzung. Sie regelt Höhe, Bemessung und Fälligkeit der Beiträge und ist nicht Bestandteil der Satzung — eine Änderung braucht deshalb weder eine Satzungsänderung noch eine Anmeldung zum Vereinsregister.
- Stand
- 14. September 2026
- Fassung
- 2026-01-01
- Status
- Entwurf
Entwurf — noch nicht anwaltlich geprüft
Dieser Text ist ein Arbeitsentwurf. Er ist noch nicht rechtlich geprüft und noch nicht beschlossen. Angaben in doppelten eckigen Klammern stehen erst nach der Eintragung des Vereins fest. Auf diesen Text kann sich niemand berufen.
§ 1Geltungsbereich
Diese Beitragsordnung gilt für alle Mitgliedsbetriebe des Fachverbands Gastronomie-Sauberkeit.
Sie regelt den Jahresbeitrag, die Bemessung der Beitragsklasse sowie Fälligkeit und Zahlungsweise. Der Umfang der im Beitrag enthaltenen Leistungen ergibt sich aus der Satzung und dem FAGASA-Standard.
Gründungsmitglieder, ordentliche Mitglieder und Ehrenmitglieder entrichten nach § 9 Abs. 4 der Satzung keine Beiträge, soweit sie nicht zugleich einen Betrieb als Mitgliedsbetrieb angemeldet haben.
§ 2Beitragsklassen
Es bestehen vier Beitragsklassen. Alle Beträge verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer von derzeit 19 %.
| Klasse | Bemessung | Jahresbeitrag |
|---|---|---|
| S | bis 25 kW Anschlussleistung, unabhängig von Sitzplätzen | 880 €im Jahr |
| M | über 25 kW Anschlussleistung und bis 60 Sitzplätze | 1.580 €im Jahr |
| L | 61 bis 150 Sitzplätze oder Kantine bis 300 Essen am Tag | 2.580 €im Jahr |
| XL | über 150 Sitzplätze, Kantine über 300 Essen am Tag, oder Hotelküche mit à-la-carte-Betrieb | 3.980 €im Jahr |
Der Beitrag bemisst sich nach der Größe des Betriebs, nicht nach dem tatsächlichen Reinigungsaufwand. Ein Betrieb mit höherer Fettbelastung zahlt keinen höheren Beitrag. Diese Regel ist bewusst so gefasst: Ein Beitrag, der mit dem Verschmutzungsgrad steigt, setzte den falschen Anreiz.
§ 3Bemessungsgrundlage
Maßgeblich sind die Anschlussleistung der Wärmegeräte in Kilowatt, die Zahl der Sitzplätze, bei Kantinen sowie Klinik- und Heimküchen die Zahl der an einem üblichen Werktag ausgegebenen Essen sowie die Zahl der selbstständigen Küchen im Objekt.
Bemessungsplätze. Innenplätze zählen voll, Außenplätze zur Hälfte. Die Summe wird kaufmännisch auf eine ganze Zahl gerundet und als Bemessungsplätze bezeichnet. Beispiel: 92 Plätze innen und 20 Plätze außen ergeben 92 + 10 = 102 Bemessungsplätze.
Anschlussleistung. Maßgeblich ist die Summe der Anschlussleistungen aller Koch-, Brat-, Grill- und Frittiergeräte, die an die Abluftanlage angeschlossen sind. Beträgt sie höchstens 25 kW, gilt Klasse S unabhängig von der Zahl der Sitzplätze.
Weitere Küchen. Für jede weitere selbstständige Küche im selben Objekt erhöht sich der Jahresbeitrag um 60 % des Klassenbeitrags. Selbstständig ist eine Küche, die über eine eigene Abluftanlage verfügt. Beispiel: Eine Hotelküche der Klasse XL mit zwei selbstständigen Küchen ergibt 3.980 € zuzüglich 2.388 €, zusammen 6.368 €.
Prüfreihenfolge. Die Merkmale der Klasse XL gehen allen anderen vor. Danach greift die Regelung für Kleinbetriebe nach Absatz 3, anschließend die Merkmale der Klasse L, im Übrigen Klasse M.
Aus der Prüfreihenfolge nach Absatz 5 folgt: Ein Betrieb mit einer Anschlussleistung von höchstens 25 kW wird auch dann in Klasse S eingestuft, wenn er die Merkmale der Klasse L erfüllt — etwa ein Betrieb mit mehr als 60 Bemessungsplätzen oder eine Kantine mit bis zu 300 Essen am Tag. Die Merkmale der Klasse XL gehen dagegen auch der Kleinbetriebsregelung vor.
Zur Begründung des Absatzes 6. Die Kleinbetriebsregelung knüpft an die Anschlussleistung an, weil diese den Fettaustrag in die Abluft bestimmt — und damit den Aufwand, den der Verband tatsächlich trägt. Eine Küche mit höchstens 25 kW erzeugt unabhängig von der Zahl der Gäste eine geringe Fettfracht. Die Einstufung nimmt ohnehin der Verband bei der Erstbegehung vor.
§ 4Einstufung
Die Einstufung in eine Beitragsklasse nimmt der Verband bei der Erstbegehung vor. Sie erfolgt nicht durch Selbstauskunft des Mitglieds.
Die im Aufnahmeantrag und im Beitragsrechner angezeigte Klasse ist eine vorläufige Anzeige auf Grundlage der Angaben des Antragstellers. Sie begründet keinen Anspruch.
Ändern sich die Bemessungsmerkmale, hat das Mitglied dies unverzüglich mitzuteilen. Der Verband prüft daraufhin die Einstufung. Eine Änderung der Klasse wirkt ab dem auf die Feststellung folgenden Beitragsjahr, sofern der Vorstand nichts anderes bestimmt.
§ 5Beitragsjahr und unterjähriger Beitritt
Beitragsjahr ist das Kalenderjahr.
Bei einem Beitritt im laufenden Jahr wird der Jahresbeitrag anteilig erhoben, gerechnet ab dem auf den Beitritt folgenden Monat bis einschließlich Dezember. Ein Beitritt im Dezember löst für das laufende Jahr keinen Beitrag aus.
§ 6Fälligkeit und Zahlungsweise
Der Jahresbeitrag ist zum 31. Januar eines jeden Jahres fällig. Bei unterjährigem Beitritt ist der anteilige Jahresbeitrag mit Zugang der Rechnung fällig.
Die Rechnung wird auf dem Postweg oder elektronisch an die vom Mitglied hinterlegte Adresse versendet. Das Zahlungsziel beträgt 30 Tage ab Rechnungsdatum.
Über die Website des Vereins findet keine Zahlung statt. Es werden dort weder Bankverbindungen noch Zahlungsdaten erhoben.
§ 7Verzug und Mahnwesen
Kommt ein Mitglied mit der Zahlung in Verzug, wird es schriftlich gemahnt. Für die zweite und jede weitere Mahnung kann eine Mahnpauschale in Höhe von 5,00 € erhoben werden. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
Der Verband kann Leistungen aussetzen, solange ein fälliger Beitrag nicht gezahlt ist. Insbesondere wird die Jahresleistung nicht terminiert und das Verbandszeichen nicht für das laufende Jahr freigegeben.
Bleibt ein Beitrag trotz zweimaliger Mahnung länger als drei Monate offen, kann der Vorstand den Ausschluss nach § 8 Abs. 3 der Satzung beschließen.
§ 8Kündigung
Die Mitgliedschaft kann zum Ende eines Kalenderjahres mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. Die Kündigung bedarf der Textform.
Der Beitrag für das laufende Beitragsjahr bleibt in voller Höhe geschuldet, auch wenn die Jahresleistung nicht abgerufen wurde.
Mit dem Ende der Mitgliedschaft erlischt das Recht, das Verbandszeichen zu führen. Das Nähere regeln die Nutzungsbedingungen.
§ 9Ruhende Mitgliedschaft
Auf Antrag kann der Vorstand die Mitgliedschaft ruhend stellen, wenn der Betrieb vorübergehend geschlossen ist. Für die Dauer des Ruhens entfallen Beitrag und Jahresleistung.
Während des Ruhens darf das Verbandszeichen nicht geführt werden und der Eintrag im Mitgliederverzeichnis entfällt.
§ 10Zusatzleistungen
Leistungen, die über die im Beitrag enthaltene Jahresleistung hinausgehen, werden gesondert vergütet. Dazu zählen insbesondere weitere Reinigungseinsätze im selben Jahr, der Fettabscheider-Service, Wartung und Instandhaltung von Brandschutzklappen sowie bauliche Nachrüstungen.
Diese Leistungen erbringt die Servicegesellschaft nach § 14 der Satzung auf eigene Rechnung und auf Grundlage eines gesonderten Angebots. Es gelten deren Allgemeine Geschäftsbedingungen. Sie sind nicht Gegenstand der Mitgliedschaft.
§ 11Inkrafttreten
Diese Beitragsordnung wurde vom Vorstand am 14. September 2026 erlassen. Sie tritt mit der Eintragung des Vereins in das Vereinsregister in Kraft.
Änderungen erlässt der Vorstand nach § 9 Abs. 2 der Satzung. Sie werden den Mitgliedern in Textform mitgeteilt und wirken frühestens zum Beginn des folgenden Beitragsjahres.